Die Anforderungen an kommunale Ordnungsdienste steigen kontinuierlich. Öffentliche Flächen wie Spielplätze, Bolzplätze und Schulhöfe sind zunehmend von Regelverstößen betroffen – etwa durch nächtliche Aufenthalte, Lärmbelästigung, Alkoholkonsum oder Vandalismus. Diese Probleme beeinträchtigen nicht nur die Lebensqualität, sondern auch die Sicherheit in unseren Städten. Gleichzeitig sind die personellen Ressourcen begrenzt. Klassische Kontrollmaßnahmen stoßen an ihre Grenzen, da eine flächendeckende Überwachung kaum realisierbar ist. Hier setzt das Projekt „KI meets Ordnung“ an: Es zeigt, wie moderne Sensortechnologie und intelligente Datenverarbeitung kommunale Ordnungskräfte effektiv unterstützen können – und das nicht nur theoretisch, sondern bereits in mehreren Städten erfolgreich im Einsatz.
Dank KI und smarter Sensorik können Städte Ordnungspolitik neu denken: weg vom bloßen Reagieren, hin zum proaktiven Handeln – und das mit maximaler Wirkung trotz begrenzter Ressourcen.
Die Stärke von „KI meets Ordnung“ liegt in der intelligenten Verbindung aus leistungsfähiger Sensorik, datensparsamer Analyse und intuitiver Bedienbarkeit. Die technische Architektur ist so konzipiert, dass sie höchste Datenschutzanforderungen erfüllt, flexibel skalierbar ist und sich nahtlos in kommunale Abläufe integrieren lässt.
Öffentliche Flächen wie Spielplätze, Sportanlagen oder Schulhöfe dürfen ausschließlich gemäß der geltenden Vorschriften genutzt werden. Dennoch kommt es immer wieder zu Regelverstößen, die sich in Form von Alkoholmissbrauch, Lärmbelästigung, Vermüllung oder Vandalismus zeigen.
Zur Prävention und Ahndung solcher Verstöße setzt die Kommune auf den Einsatz des Ordnungsdienstes. Allerdings stößt dieser aufgrund begrenzter personeller Ressourcen an seine Grenzen, sodass die Erfolgsquote bei der Verfolgung der Delikte unbefriedigend bleibt.
Daher wurde nach einer Lösung gesucht, die eine zuverlässige Durchsetzung ermöglicht, gleichzeitig den Anforderungen des Datenschutzes entspricht und gesellschaftlich akzeptiert wird.
Eine reine Überwachung durch Videokameras ist keine praktikable Lösung. Gründe hierfür sind die fehlende gesellschaftliche Akzeptanz, datenschutzrechtliche Einschränkungen (fehlende Ermächtigungsgrundlage) sowie der hohe Personalaufwand für die Auswertung.
Auch die Idee, Videobilder mittels KI-Analyse über Edge-Computing auszuwerten, wurde verworfen. Denn auch hier bestehen erhebliche Datenschutzbedenken und die notwendige gesellschaftliche Akzeptanz fehlt.
Vor diesem Hintergrund besteht ein klarer Bedarf an einer Lösung, die zuverlässig wirkt, datenschutzkonform ist und von der Öffentlichkeit akzeptiert wird. Nur so kann die Sicherheit und Ordnung auf öffentlichen Flächen nachhaltig gewährleistet werden.
Unsere Lösung ermöglicht eine moderne und sichere Überwachung im öffentlichen Raum – vollständig DSGVO-konform und ohne den Einsatz visueller Erfassungstechnologien. Im Mittelpunkt stehen hochentwickelte Radarsensoren, die große Bereiche zuverlässig abdecken und Personen auf einer Fläche von bis zu 5.600 m² sicher detektieren.
Der Sensor nutzt intelligente Technologie und bietet umfassende Anpassungsoptionen: Erfassungszonen sowie virtuelle „Stolperdrähte“ können exakt an die örtlichen Gegebenheiten angepasst werden. Mithilfe von KI auf Basis von maschinellem Lernen und Deep-Learning-Algorithmen analysiert das System die Radarrohdaten und ermöglicht eine präzise Objekterkennung.
Die gewonnenen Informationen dienen dazu, in Echtzeit zu warnen und zu alarmieren. Dank der flexiblen Konfiguration lassen sich Alarmierungszeiten und -szenarien individuell auf Ihren Bedarf abstimmen.
Zuverlässiger Schutz von Arealen mittels 180°-Abdeckung rund um die Uhr
Die Sensordaten werden an unsere eigene Datenplattform übermittelt, die vollständig in unserem unternehmenseigenen Rechenzentrum betrieben wird. Dort werden sie sicher verarbeitet, analysiert und gespeichert – ganz ohne Nutzung externer Cloud-Dienste. So bleiben Ihre Daten jederzeit unter unserer direkten Kontrolle und sind optimal geschützt. Ergeben die Analysen ein Überschreiten definierter Schwellenwerte, etwa einer bestimmten Anzahl registrierter Aktivitäten, wird automatisch eine Alarmmeldung an die Leitstelle des kommunalen Ordnungsdienstes ausgelöst. Über das von uns entwickelte Web-Frontend können die Alarmierungszeiträume flexibel angepasst werden. Zudem ermöglicht das System einen Live-Zugriff auf die Radarbilder und bietet damit jederzeit einen präzisen Überblick über die aktuelle Lage vor Ort.
Das Netzwerk basierte Gerät verfügt über integrierte Cybersicherheitsfunktionen zur Verhinderung unbefugten Zugriffs und zum Schutz Ihres Systems. Signierte Firmware stellt sicher, dass nur autorisierte Firmware installiert wird und garantiert, dass diese nicht kompromittiert wurde. Für zusätzliche Sicherheit verfügt es über eine Stoß- und Gehäuseöffnungserkennung, sodass Sie bei einem Versuch der Manipulation des Radars informiert werden.
Die Einführung der Lösung erfolgt modular und wird individuell auf die Anforderungen des Einsatzortes abgestimmt. Hier die wichtigsten Schritte im Überblick:
Auch die Bundesstadt Bonn setzt inzwischen auf KI-gestützte Radarüberwachung im öffentlichen Raum. An der Kreuzbergschule in Bonn-Lengsdorf überwacht seit Kurzem ein Radarsystem den Schulhof. Bewegungen auf dem Gelände werden in Echtzeit erkannt und automatisch an das Ordnungsamt gemeldet – vollständig datenschutzkonform, denn es werden keine personenbezogenen Daten erfasst. Personen erscheinen lediglich als abstrahierte Punkte auf dem Radarbild.
Ziel ist es, nächtliche Störungen, Vandalismus und Einbrüche zu verhindern – etwa beschädigte Zäune oder eingeschlagene Fensterscheiben. Die Stadt Bonn plant bereits den nächsten Schritt: Auch am Trinkpavillon in Bad Godesberg soll das System demnächst eingesetzt werden. Damit ist „KI meets Ordnung“ nun auch in Bonn angekommen – als skalierbare Lösung für mehr Sicherheit auf Schulhöfen, Spielplätzen und anderen sensiblen Bereichen im öffentlichen Raum.
In Gelsenkirchen setzt das Referat „Öffentliche Sicherheit und Ordnung“ seit über zwei Jahren auf KI-gestützte Radarüberwachung, um Ordnungsstörungen auf Schulhöfen und Spielplätzen wirksam zu reduzieren. An 7 Standorten wurde die Technologie erfolgreich eingeführt. 2024 wurde der Kommunale Ordnungsdienst (KOD) in 53 Fällen durch Radarmeldungen alarmiert – in 40 Fällen verließen die Personen das Gelände bereits vor Eintreffen der Einsatzkräfte. Im Vergleich zu über 500 Kontrollen im Jahr 2023 zeigt sich ein deutlicher Rückgang der Einsätze und Beschwerden, was auf die optimierte Vorprüfung durch Live-Radarbilder sowie die abschreckende Wirkung der Sensorik zurückzuführen ist.
Auch die nächsten Schritte sind geplant: Der neue Kinderspielplatz im „Sportgarten“ an der Glückauf-Kampfbahn wird zur Eröffnung im Sommer 2025 ebenfalls radarüberwacht.
„KI meets Ordnung“ steht für einen neuen Standard im kommunalen Einsatz intelligenter Technologien – datenschutzkonform, skalierbar und praxiserprobt. Die Kombination aus technischer Innovation, Datenschutz und Akzeptanz macht das Projekt zu einem zukunftsweisenden Modell für Städte und Gemeinden. Die erfolgreiche Umsetzung in die kommunale Praxis wurde maßgeblich durch die technische Expertise und Begleitung der comNET Systemhausgruppe ermöglicht.
Lassen Sie sich unverbindlich beraten und erfahren Sie, wie die Lösung auch in Ihrer Kommune oder Organisation eingesetzt werden kann.
Ihr Ansprechpartner
Dietmar Bethke
Phone: +49 (511) 35 86 50
Mail: ki-meets-ordnung@comnet-solutions.de